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Directory Of Year 1978, Issue 2
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Denkmalpflege in China

Year:1978 Issue:2

Column: Artikel

Author:

Release Date:1978-03-01

Page: 24

Full Text:  

Seit der Gründung der Volksrepublik China achtet die Regierung auf die Erhaltung der Kulturschätze. Tausend Jahre alte Höhlentempel und Bauwerke sind renoviert oder erhalten. Wertvolle antike Wandmalereien, Bronzegegenstände und Lackarbeiten sind heute, gut konserviert, zu besichtigen. Hierbei versteht man es, wirksam die Korrosion zu bekämpfen und die ursprüngliche Farbe und den Glanz des Lackes zu erhalten.

Vor der Befreiung plünderten, beschädigten und zerstörten Imperialisten und reaktionäre Herrscher alte Kulturschätze. Kurz nach der Gründung des Neuen China erließ die zentrale Volksregierung Gesetze und zusätzliche Anweisungen. Der Privathandel mit wertvollen Kulturgegenständen und alten Dokumenten wurde untersagt. Erhaltung und Pflege der Kulturschätze wurden gesichert. Die verschiedenen Ebenen wurden von der Regierung dazu verpflichtet, alles historisch, künstlerisch und wissenschaftlich Wertvolle zu erhalten bzw. zu reparieren. Es wurde festgelegt: ,,Alle vorhandenen unterirdischen Kulturschätze gehören dem Staat.“ So wurden dem Diebstahl und dem Verkauf alter Kulturschätze an Ausländer ein Riegel vorgeschoben. Jede Provinz staffelte ihre Kulturschätze nach Wichtigkeit und Wert und legte fest, was es zu schützen galt. 1961 erließ der Staatsrat ,,Die vorläufige Verordnung für die Verwaltung und Erhaltung der Kulturdenkmäler“. Ferner stellte er zum ersten Mal eine Liste der wichtigsten, vom Staat geschützten Kulturdenkmäler auf. Darunter waren z. B. der Kaiserpalast in Peking, der Höhlentempel Yüngang bei Datung, Provinz Schansi, die ,,Tausend-Buddha-Höhlen“ bei Kizil in Sinkiang, der Dunhuang-Höhlentempel in Kansu und so weiter.

Der Staat legte ferner fest, daß alle Regierungsebenen bei der Planung des Produktionsaufbaus und bei der Stadtplanung die Erhaltung der Kulturdenkmäler in ihren Gebieten berücksichtigen müssen. Sollen wichtige, vom Staat geschützte Kulturdenkmäler ausgegraben oder verlegt werden, muß dies zuerst vom Staatsrat genehmigt werden.

Nach der Gründung des Neuen China wurden ein zentrales Büro für die Verwaltung der Kulturschätze und zuständige Institutionen auf lokalen Ebenen ins Leben gerufen. Dem zentralen Verwaltungsbüro unterstand eine Reparaturanstalt für antike Bauwerke, die sich vor wenigen Jahren zum Forschungsinstitut für die Erhaltung der Kulturschätze entwickelte.

Für die Restaurierung verwendet man inzwischen außer traditionellen Methoden moderne wissenschaftliche Verfahren. Der 1200 Jahre alte Nantschan-Tempel auf dem Wutai-Berg, Provinz Schansi, ist ein Holzbau im Stil der Tang-Dynastie (618—907). Architektonisch ist er besonders wertvoll. Es bestand aber Einsturzgefahr, weil zwei große Balken rissig waren und sich durch Überlastung schon um 11 cm durchgebogen hatten. Mit einem besonderen chemischen Mittel wurden die Risse ausgefüllt und zusätzlich neue Stützpfeiler eingezogen. So konnte das Tragevermögen der Balken wiederhergestellt werden. Die Wandmalereien in einer Grabanlage bei Faku in der Provinz Liaoning aus der Liao-Dynastie (916—1125) waren stark beschädigt. Spezialisten trugen mit einem ,,Klebetuch“ die Wandmalereien Stück für Stück ab. Jetzt können die Malereien, die so im Original erhalten blieben, im Museum der Provinz Liaoning besichtigt werden.

Bei der Erhaltung der Kulturschätze stützt sich die Regierung auf die Volksmassen. Viele wertvolle Kulturgegenstände wurden von den Massen entdeckt und ausgegraben. Das Grab des Prinzen von Dschungschan, Liu Scheng, und das seiner Frau aus der Westlichen Han-Dynastie (206 v. u. Z.—24 u. Z.) bei Mantscheng in der Provinz Hopeh wurden zuerst von Soldaten der Volksbefreiungsarmee entdeckt. Später beteiligten diese sich auch an den Ausgrabungsarbeiten. In diesen Gräbern fand man Begräbniskleidung der beiden, mit Goldfäden genähte Jadekleidung. Das weltweit berühmte, im Galopp dargestellte Bronzepferd, das mit dem rechten Hinterhuf eine fliegende Schwalbe streift — wodurch der Künstler dessen blitzschnelle Geschwindigkeit betonen wollte — wurde 1969 von Bauern des Kreises Wuwe, Provinz Kansu, entdeckt. Das Han-Grab Nr. 1 in Mawangdui bei Tschangscha, Provinz Hunan, wurde 1972 mit Hilfe dort Ansässiger freigelegt. Dabei stieß man auf eine 2100 Jahre alte, weibliche Mumie in gutem Zustand.

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